Samstag, 1. März 2008
Kirmes in Aix
Dienstag, 26. Februar 2008
Der erste Besuch
Knappe fünf Tage waren natürlich viel zu kurz und deswegen kommt er im April schon wieder. Schliesslich sind wir ja "nur" in Frankreich...
Übrigens: Der Marc ist jetzt auch grad hier und geht gleich mit Alena auf die Kirmes. Aber das ist eine andere Geschichte.
Freitag, 22. Februar 2008
Karneval in Nizza
Mit von der Partie: Evelyn, Lena, Sylvain und Niko.
Montag, 18. Februar 2008
Im Namen des Herrn unterwegs
Doch von vorne: Um meine "Mission" im Kurs Synergie Communication zu erfüllen, soll ich mindestens vier Artikel für eine französische Studentenwebsite schreiben, Thema frei wählbar. Beim Überlegen fiel mir unter anderem Laura ein, eine Bekannte aus der Heimat, die seit knapp anderthalb Jahren in der ökumenischen Kommunität von Taizé wohnt und arbeitet. Was in mir als kritische Journalistin die Fragen aufwarf: Warum ist die da? Und warum so lange? Und was geht Jugendliche überhaupt Gott und der Glaube an?
Also brach ich am letzten Donnerstag mehr oder weniger spontan auf, um Antworten auf meine Fragen zu finden. Und meine Mission zu erfüllen. Wer Taizé kennt, weiß, dass Spontaneität gern gesehen ist. Mein Telefonat am Abend vor der Abfahrt verlief ungefähr so:
"Mein Name ist Alena Hecker und ich möchte einen Artikel über ein deutsches Mädchen schreiben, das seit einiger Zeit in Taizé wohnt und arbeitet. Wäre das in Ordnung?"
"Da müssen Sie Frère Emile fragen, der ist für die Medien verantwortlich."
"Ich weiß, aber er hat noch nicht auf meine eMail geantwortet."
"Er ist zurzeit in Kanada."
"Ja, ich weiß. Aber jetzt habe ich schon ein Bahnticket gekauft und wollte morgen einfach mal vorbeikommen."
"Morgen? Ja gut, kein Problem."Am nächsten Nachmittag empfängt mich Taizé mit seiner gewohnten Atmosphäre - mehrsprachige Willkommensschilder, auf den Bänken Gruppen von Jugendlichen im Gespräch vertieft, beim Empfang alles etwas chaotisch, aber herzlich. Johannes, der mir bei der Anmeldung hilft, empfiehlt mir dringend, bei den Bibeleinführungen am Nachmittag teilzunehmen. Dafür erlaubt er mir, die Arbeit am Morgen zu schwänzen, wenn ich an meinem Artikel arbeiten müsse. Muss ich natürlich.
Laura und ich treffen uns in El Abiodh auf eine rote Schale Zitronentee. In den Tagen, die ich hier bin, führen wir einige gute Gespräche und ich bin gewiss: Den ersten Teil meiner Mission werde ich erfüllen können.
Selbst wenn ich nicht eine ganze Woche und nicht ganz privat in Taizé war - es war schön, dort gewesen zu sein. Ein bisschen kalt vielleicht, ein bisschen zu wenig zu Essen (mein Picknick für die Rückfahrt bestand aus einer Minischeibe Baguette, einer Pâté de Campagne, einem Trinkpäckchen Orangensaft, zwei Keksen und einer Tüte Chips - dafür, dass ich kein Mittagessen hatte und bis spätabends unterwegs war), dafür aber guten Gesprächen, netten Menschen und den Gebeten, die einfach ungemein beruhigen. Ein paar Neuigkeiten, die es gibt: Die Kirche wird bis Ostern renoviert, zum Frühstück gibt es Marmelade statt Schokolade, die roten Schalen sind neu, freitags stehen auf dem Speiseplan Fischstäbchen statt Fischröllchen, für Kaffeetrinker steht eine Kaffeemaschine bereit und sie haben Messer und Gabel eingeführt. Nein, haben sie natürlich nicht.
An alle Liebenden
Die Calanques - Traumbuchten mit Hindernissen
Freitag, 15. Februar 2008
Das doppelte (A)lenchen
Aber gut, einige Sachen sind schon unheimlich. Wir haben uns das mal aufgezählt: Also erstmal natürlich der Vorname, aber auch der Nachname fängt bei beiden mit H an. Dann die Geburtsorte Lohne und Lohra (glaube ich). Unsere Praktika in den gleichen Städten und in Berlin sogar in der gleichen Redaktion zu absolvieren war auch nicht so geplant.
Und jetzt leben wir in trautem Nachbarschaftsglück in den Zimmern Nummer 3602 und 3603. Aber es kommt noch besser. Wenn die Leute es dann endlich geschafft haben uns mit dem richtigen Namen anzusprechen und dann nach der Handynummer fragen, kommt von uns mittlerweile der Satz: "Ich gebe dir mal meine und Alenas Nummer ist dieselbe nur mit der neun hinten" (oder umgekehrt). Spätestens dann kommt die Bemerkung: "Ihr seid ja echte Freundinnen!" Grandios!
Warum ich gerade jetzt auf all das komme? Seit über vier Wochen bin ich das erste Mal ganz auf mich allein gestellt, muss alles ganz alleine entscheiden und mich mit anderen Leuten zum Essen verabreden. Und zum ersten Mal hier habe ich im Bett gefrühstückt. Alena ist für einen Artikel nach Taizé gefahren. Aber morgen Abend kommt sie schon wieder. Das wird toll! Dann haben wir uns endlich wieder ganz viel Neues zu erzählen. Das erste wird sein, dass ich heute tatsächlich eine neue Matratze abholen konnte.