Das Wetter war zwar auch in Cassis nicht so toll, aber wie immer hat uns das Meer, das unglaublich blaue Meer, nicht enttäuscht! Ich weiss nicht, wie Wasser trotz Wolkentürmen am Himmel noch so leuchten kann. Besonders deutlich wurde das an den Calanques. Wie gesagt, erstrecken sich diese zerklüfteten Buchten die ganze Küste zwischen Marseille und Cassis entlang. Für mich war es ja schon der dritte Besuch an den Calanques, aber Alena kam zum ersten Mal in den Genuss dieser Aussicht.
Wie bestellt liegen auch immer ein paar Boote vor Anker, so dass man exakt die selben Fotos wie im Reiseführer schiessen kann. Bestimmt werden die Leute dafür bezahlt, den ganzen Tag mit ihrem Boot in den Buchten rum zu dümpeln. Das ist jedenfalls unsere Theorie.
Klar sind wir in der Zeit, als Marc da war, auch mal nach Marseille gefahren. Sind über den Fischmarkt geschlendert, haben uns die über die gesamte Stadt wachende Notre-Dame-de-la-Garde angesehen und sind rüber zu den Inseln Friouls gefahren, die früher, als es noch kein Telefon gab, als Quarantänestation für an Pest erkrankte Menschen genutzt wurde.
Zu Grenoble: Ja, da waren mal die Olympischen Winterspiele. Vor genau 40 Jahren. Zu diesem Anlass wurde unter anderem die Seilbahn gebaut, die von der Stadt ein paar hundert Meter den Berg zum Fort de la Bastille hochfährt. Das Fort ist langweilig, die Fahrt (für höhenängstliche Menschen wie Marc) nervenaufreibend. Aber die Aussicht ist dafür wunderschön. Man kann bei klarer Sicht wohl sogar den Montblant sehen.